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Bild eines natürlichen Gewässerabschnittes
Im Fachvortrag am 22.01.2026 im Bildungszentrum Gartenbau in Grünberg erläutert die Referentin Anika May, dass
Fließgewässer wie Bäche und Flüsse 💦 nicht nur Regen- und Quellwasser abführen sondern zugleich Lebensraum und Lebensgrundlage für viele Tier- und Pflanzenarten 🐟 darstellen.
Darüber hinaus sind Gewässer ein wesentlicher Bestandteil des Wasserkreislaufes und an Stoffkreisläufen beteiligt. Auch Trinkwasser wird aus Fließgewässern gewonnen.
Frau May gab in ihrem Vortrag einen kurzen Einblick in die Morphologie von Gewässern, den Lebensraum der einheimischen Fischarten sowie der auf Gewässersohle lebenden Kleinstlebewesen und der weiteren Bewohner im und am Gewässer.
Anschließend ging Sie darauf ein, dass Bäche und Flüsse jedoch schon seit langer Zeit durch den Menschen in ihrem natürlichen Erscheinungsbild verändert wurden, z.B. durch Verlegungen und Begradigungen zur Landnutzung 🌾, Wasserableitung zum Betrieb von Mühlen, Infolgedessen gibt es heute kaum noch Bäche und Flüsse, die sich in einem natürlichen Zustand befinden.
Zusätzlich wird Wasser aus den Gewässern beispielsweise zur Bewässerung oder Kühlung entnommen, während gereinigtes Abwasser aus kommunalen Kläranlagen und der Industrie eingeleitet wird.
Dadurch ist der Lebensraum Gewässer stark bedroht. Vor allem, die im Gewässer lebenden Fische und die Kleinstlebewesen sind durch den Umbau und die Veränderungen der Gewässer stark gefährdet ⚠️
Zum Abschluss stellte Frau May da, wie durch die Ausweisung von Gewässerschutzstreifen, Durchführung von Renaturierungen und den Umbau von Wehren und Abstürzen der Lebensraum Gewässer teilweise wieder hergestellt werden kann 💦🌿
Am Samstag, den 17.01.2026 fand ein Arbeitseinsatz an der Streuobstwiese am neuen Friedhof in Grünberg statt.
Es wurden dabei unter der Anleitung von Streuobstfachwart Jonas Klös ein paar der alten Obstbäume fachgerecht geschnitten.
Mit dem Schnittgut, also den beim Obstbaumschnitt angefallenen Äste und Zweigen wurden von weiteren
Helfern und Helferinnen eine Benjeshecke angelegt.
Zunächst wurden zwei Reihen aus Holzpfählen in einem Abstand von etwa einem Meter in den Boden geschlagen. Zwischen diese Pfähle wurde dann das lose Schnittgut geschichtet.
Eine Benjeshecke ist eine besondere Form der Hecke, die dem Natur- und Umweltschutz dient. Sie wird auch Totholzhecke genannt und besteht hauptsächlich aus aufgeschichtetem Schnittgut wie Ästen, Zweigen und Strauchschnitt.
Benannt ist sie nach den Landschaftsgärtnern Hermann und Heinrich Benjes, die diese Art der Hecke in den 1980er-Jahren bekannt gemacht haben.
Mit der Zeit werden sich Samen aus der Umgebung im Totholz festsetzen oder von Vögeln 🐦⬛ eingetragen.
So werden nach und nach Sträucher und kleinere Bäume 🌿 ganz von selbst entstehen.
Benjeshecken haben eine große ökologische Bedeutung. Sie bieten vielen Tieren wie Vögeln, Igeln, Insekten und Kleinsäugern 🪱🐛🪲🦔 einen wichtigen Lebensraum sowie Schutz vor Feinden. Gleichzeitig dienen sie als Nistplatz 🪺, Überwinterungsmöglichkeit und Nahrungsquelle. Auch für Pflanzen sind Benjeshecken wertvoll, da sie die natürliche Ausbreitung heimischer Arten fördern.
Ein weiterer Vorteil der Benjeshecke ist ihre Nachhaltigkeit.
Auch im heimischen Garten 🏡 können so Garten- und Schnittgutabfälle sinnvoll und kostengünstig wiederverwendet werden, ohne dass zusätzliche Materialien benötigt werden.
Außerdem tragen Benjeshecken zur Verbesserung des Mikroklimas bei und helfen, Wind und Erosion zu reduzieren.
Mit der Anlage der Benjeshecke will der OGV Grünberg die biologische Vielfalt an der Streuobstwiese fördern und natürliche Lebensräume wieder herstellen. 💚 🐞🐛🦔🐝🐌